CDU Schortens fordert klare Aussage zu Funke

Ottens: „Nicht nur ein Problem der SPD“

Die CDU Schortens sieht in dem Verhalten des Kreistagsvorsitzenden Karl Heinz Funke eine Schädigung des Ansehens aller politischen Mandatsträger", erklärt der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Wolfgang Ottens aus Schortens in einer Pressemitteilung. Die "Silberhochzeitsaffäre" bediene das weit verbreitete Vorurteil vieler Bürger gegenüber Politik und Politikern.

Natürlich könne Karl-Heinz Funke nicht gezwungen werden, seine politischen Mandate aufzugeben. Aber es stelle sich die Frage, ob ein Politiker, der so die Bodenhaftung verloren habe, noch der erste Repräsentant des Kreistags von Friesland bleiben kann. "Wir sind der Meinung, dass er das nicht kann", so Ottens. Sollte Karl-Heinz Funke das nicht selbst einsehen und von sich aus als Kreistagsvorsitzender zurücktreten, bleibe nur seine Abwahl. "Ich erwarte hierzu auch von meinem CDU-Kreisverband eine deutliche Positionierung, denn dies ist nicht nur ein Thema der SPD", erklärt der Schortenser CDU-Politiker.
"Die Politik gibt gerade einmal wieder ein sehr schlechtes Bild ab." Diese Meinung vertritt auch der Schortenser Fraktionsvorsitzende Axel Homfeldt. "Wir können nicht dazu schweigen, wenn die vielen Mandats- und Funktionsträger innerhalb der CDU in Friesland und auch in den anderen Parteien in das persönliche Fehlverhalten eines einzelnen Politikers mit hineingezogen werden", so Homfeldt.
Ottens und Homfeldt fordern die Schortenser Kreistagsmitglieder dazu auf, sich bei einem möglichen Abwahlantrag gegen Funke als Kreistagsvorsitzender nicht zu enthalten.

Quelle: Wilhelmshavener Zeitung vom 08.01.2010, Seite 13

Ein Gedanke zu “CDU Schortens fordert klare Aussage zu Funke

  1. Sehr geehrte Damen und Herren Funktions- und Mandatsträger des SV Schortens der CDU.
    Laut öffentlicher Äußerungen erkenne ich nur 2 aufrechte Kämpfer gegen politische Vorteilsnahme und Selbstbedienung im Fall „Funke“. Herrn Ottens und Herrn Homfeldt gebührt Dank und Anerkennung in diesem Fall. Halten sie doch die Fahne der Anständigkeit und Gewissenhaftigkeit in dieser politischen Arena hoch. Leider sind es in der CDU offensichtlich nur diese beiden, die erkennen, dass hier ein ganzer Bereich einer immens wichtigen demokratischen Einrichtung heruntergerissen wird. Wo bleiben eigentlich die anderen, hauptsächlich aus der Kreistagsfraktion, mit Ihren Aussagen? In meinem Umfeld höre ich immer eindringlicher den bösen Verdacht, „dass ja eine Krähe der anderen kein Auge aushackt“. Was wäre es doch für ein Befreiungsschlag und eine Rückeroberung des Vertrauens der Bürger dieser Region, wenn alle Mandatsträger der CDU ihre mandatsbedingten Positionen in den Unternehmungen und Gesellschaften mit dem gezahlten Salär offen legen würden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Wilfried Kreker

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