Wo ist die Beißhemmung bei der SPD?

In den letzten Tagen haben wir in unserem beschaulichen Schortens tatsächlich so etwas wie einen politischen Skandal erlebt. Ohne jeden sachlichen Hintergrund wird dem Fraktionsvorsitzenden der CDU, Axel Homfeldt, im Schortenser SPD Blatt indirekt und verklausuliert zwar, aber dennoch eindeutig, Korruption nachgesagt. Und wenn man es genau nimmt, dann gilt dieser Vorwurf auch dem Bürgermeister.Das ist menschlich ein Tiefschlag, wie ich ihn noch nicht erlebt und auch nicht für möglich gehalten habe. Und natürlich war diese Attacke zeitlich wohl gesetzt – nämlich drei Tage vor der Kommunalwahl. Ich verstehe Axel Homfeldt, der als Unternehmer in dieser Stadt tätig ist, Arbeitsplätze schafft und sich darüber hinaus sich ehrenamtlich im Stadtrat engagiert, wenn er zutiefst betroffen ist. Denn diese Attacke kommt von Menschen, die ihn und seine Familie schon seit Jahrzehnten persönlich auch außerhalb von Politik kennen. Ich teile seine Fassungslosigkeit und auch seine Ratlosigkeit. Wie soll ein Mensch, der wider besseres Wissens öffentlich an den Pranger gestellt wird, darauf reagieren? Ich verstehe seine Sorge um seinen einwandfreien Ruf als Unternehmer und als Mensch. Er lebt von diesem guten Ruf. Diesen unbegründet in Frage zu stellen, zielt direkt auf seine wirtschaftliche Existenz und die seiner Mitarbeiter. Das ist nicht nur unverantwortlich, sondern ein zutiefst beschämendes Verhalten der SPD Schortens

Was treibt diese Menschen dazu? Wo ist die Beißhemmung gegenüber einem bekannten, teilweise sogar befreundeten Menschen, der lediglich in einer anderen Partei aktiv ist? Auch mir erschließt sich das nicht. Wie verzweifelt muss die SPD sein, wenn sie etwas zum Thema macht, das selbst vom SPD-Vorsitzenden als rechtlich völlig einwandfrei bezeichnet wird? (siehe NWZ vom 9.9.2011)
Wo kommen wir hin, wenn jeder einfach Behauptungen in die Welt stellen kann (und sei es ironisch oder satirisch gemeint) ohne die Folgen für den betroffenen Menschen zu bedenken? Wie soll die CDU künftig mit einer SPD umgehen, die sich so verhält?
Ich halte es für dringend geboten, dass sich die SPD Schortens öffentlich entschuldigt und die angedeuteten Vorwürfe zurück nimmt. Zudem müssen die Verantwortlichen, die sich ja nicht zu ihrem Text bekennen und lieber anonym schreiben, auch die Verantwortung übernehmen. Und das heißt für mich: Jemand, der menschlich ein solches Fehlverhalten an den Tag legt, kann nicht Vertreter der Bürgerinnen und Bürger in diesem Stadtrat sein. Die Mitglieder der SPD müssen selbst überlegen, ob sie ein solches Verhalten ihrer Funktionsträger akzeptieren wollen und können.
Welche Konsequenzen das für die CDU in Schortens und die Stadtratsfraktion haben wird, vermag ich noch nicht zu sagen. Es wird sehr schwer werden, nach der Wahl mit genau diesen Menschen wieder an einem Tisch zu sitzen. Axel Homfeldt hat nicht nur die volle Unterstützung seiner Fraktion, sondern auch der Partei. Es wird für uns alle schwer werden, unbefangen mit Vertretern der SPD in Schortens umzugehen. Und der Hinweis des SPD-Vorsitzenden, es handele sich um eine Satire, die ein Politiker aushalten müsse, macht die Sache nicht einfacher. Denn genau diese Instinkt- und Gefühllosigkeit ist es, die das Problem darstellt.
Ich appelliere an die Menschen in der SPD, die zwar in der Sache hart mit uns diskutieren, aber niemals den Weg der persönlichen Beleidigung oder Herabsetzung gewählt haben, darauf einzuwirken, dass beide Parteien wieder offen und ohne Vorbehalte für die Stadt Schortens und die Bürger arbeiten können.

von Wolfgang Ottens

2 Gedanken zu “Wo ist die Beißhemmung bei der SPD?

  1. dann wäre doch mal nachzufragen warum werden hier in der gegend keine anderen firmen gefragt, siehe webdesign, und warum gehört die domain aquatoll-schortens herrn homfeld und wer gestalltet diese seite und warum fragt man keine firma die z.b die nautimoseite gestalltet hat viele fragen und ich hoffe auch interessante antworten

  2. Sehr geehrter Herr Coordes,
    die Stadt schreibt diese Aufträge gemäß Vergabeordnung öffentlich aus. Hierauf kann jede Firma die interessiert ist ein Angebot abgeben. Gezielt darf keiner angesprochen!
    Bei der betreffenden Ausschreibung gab mehrere Angebote. Die Entscheidung für den Zuschlag hat der Rat nach Sichtung aller Angebote getroffen.
    Ihr
    Wolfgang Ottens

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